Aktuelles

Informationen aus dem Landesverband

Liebe Fotofreunde*innen

Besondere Zeiten - besondere Maßnahmen!
Die verantwortlich zeichnende Fotografische Gesellschaft 1925 Düren e.V. stand im Verlauf der Landesfotoschau 2020 vor einer schwierigen Entscheidung. War ursprünglich die Durchführung einer öffentlichen Jurierung in Düren geplant, dies erwartungsgemäß vor sehr großem Publikum, verhinderte nun Covid-19 jegliche Öffentlichkeit.

Was also tun … den Wettbewerb aussetzen oder in sinngemäßer Auslegung des Regelwerks eine Jurierung digital durchführen?

Nun, wir, das sind Barbara Schmidt, Jobit Stolp und der Unterzeichner, haben uns der Herausforderung gestellt, diesen für den Landesverband bedeutenden Wettbewerb zu jurieren und stellen zusammenfassend fest:

Die Entscheidung, das Ergebnis erstmals digital zu bestimmen war mutig und aus unserer Sicht verantwortlich, richtig und am Ende erfolgreich, um die Landesfotomeisterschaft 2020 zeitnah abzuschließen und damit für ein Stück Normalität im Wettbewerbskalender des DVF-Landesverbandes Rheinland zu sorgen.

Unsere Arbeit hat ganz wesentlich Norbert Liebertz unterstützt, der als technischer Organisator dieser Wettbewerbe im Landesverband für einen reibungslosen Verlauf unserer Arbeit sorgte.
Mit großem Sachverstand katalogisierte er in seiner Cloud insgesamt 739 Bilder, die 125 Teilnehmer zur Bewertung vorgelegt hatten. Norbert Liebertz unterstützte uns geduldig nach Kräften bei allen Fragen rund um die eingesetzte Software, stellte uns das Bildmaterial in vielfältigen Ansichtsmodi und Zusammenstellungen zur Verfügung und ermittelte jederzeit blitzschnell Zwischenergebnisse, so dass wir uns auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bildmaterial aller Autoren fokussieren konnten. An dieser Stelle von mir ein großes Dankeschön!

Zum Ablauf:

Als Auftakt hatten wir in Runde 1 bis zur ersten „Schalte“ einige Tage Zeit, die Bilder in bester Darstellungsqualität im „Home Office“ zu sichten. Im Hintergrund wertete Norbert Liebertz unsere „verdeckten“ Voten kurz vor der ersten Online-Besprechung aus.
Unsere Wertung kam mit Blick auf die ausgebrachten Richtwerte im Jury-Handbuch einer Punktlandung gleich.

28,73% aller eingereichten Bilder hatten 2 oder gar 3 Stimmen erhalten. Passende Quoten errechneten sich sogar binnendifferenziert bei jeder Sparte, so dass frühzeitig feststand, die Annahmen würden sehr ausgewogen über alle Themenbereiche verteilt. Durch die geringe Einreichungsquote bildeten die „Serien und Sequenzen“ die einzige Ausnahme.

Ausdrücklich erwähnt sei, dass sich die verantwortlichen Entscheidungsträger des Landesvorstandes für die Autoren stark machten. Sie verantworteten die Losung, die lt. Jury-Handbuch festgelegten Maximalwerte möglicher Annahmen, Urkunden und Medaillen auszuschöpfen. Jedem Juror wurde freigestellt, einen Sonderpreis auszuloben. So wählten wir nach gründlicher Abwägung in einer ersten Abstimmungsrunde online über alle Sparten hinweg weitere Werke für die nächste Wertungsrunde aus.

Nächsten tags fand die abschließende Wertung „analog“ wie „digital“ im Gebäude der Caritas in Hürth statt, natürlich unter Beachtung der in NRW gültigen Corana-Regelungen.
Persönlich anwesend war für die Jury Barbara Schmidt.

Wir bestimmten die 15 Medaillen und 26 Urkunden im Beisein von Heinz Jörres, selbst Juror im DVF  bzw. Wettbewerbsbeauftragter und Jürgen Taeter als Vorsitzender, beide für den ausrichtenden Club Fotografische Gesellschaft 1925 Düren e.V. sowie Uwe Flöck und Wolfgang Craen für den Landesverband.

Zum Inhaltlichen:

Die Autoren haben uns mit ihren Einreichungen das Jurieren häufiger zur „Qual“ werden lassen. Die Folge waren intensive Auseinandersetzungen mit den Werken. Und vielfach gaben marginale Unterschiede bei der inhaltlichen und/oder technischen Umsetzung bzw. Gestaltung einer Bildidee den Ausschlag, wenn’s vorrangig um die Bestimmung von Urkunden und Medaillen ging.

Wir werten diese intensive Befassung als Anscheinsbeweis des weit überwiegend hohen Niveaus dieser LANDESFOTOSCHAU 2020. Dafür spricht genauso, dass alle Sparten recht ausgewogen herausragende Werke hervorbrachten. Durch überproportional starke Beiträge hatten die Arbeiten aus dem Bereich „Serien und Sequenzen“ ein leichte Prä.

Wir bekamen jedoch genauso beeindruckende Landschafts- und Architekturfotografie präsentiert, „schnalzten“ bei etlichen neuen konzeptionellen Ansätzen mit der Zunge und diskutierten leidenschaftlich nicht nur bei prägnanten Street- und Peoplewerken.

Unser Bestreben war zudem, neuen fotographischen Ansätze eine angemessene Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, selbst wenn noch Entwicklungspotential erkannt wurde. Diesen Wertungsansatz verstehen wir als Ermunterung, Ideen zu entwickeln und innovative Wege mutig voran zu treiben. Wege, die Werke hervorbringen, denen - mit solidem fotografischem Grundlagenwissen erstellt - ein gewisses Alleinstellungsmerkmal innewohnt.

Wir „stolperten“ kaum über Fotografien, denen Aussage und/oder Esprit fehlten, nennenswert handwerkliche Fehler wie fehlerhafte Belichtungen, Sensorflecke oder unzulängliche Fokussierungen aufwiesen.

Allerdings hätte bei einigen Arbeiten ein anderer Beschnitt mehr Spannung erzeugt. Eine gemäßigtere Nachbearbeitung mit sogenannten Kreativfiltern und feinfühligere Umgang mit den Reglern moderner Bildbearbeitungsprogramme können wir nur empfehlen, getreu dem Motto „weniger ist oft mehr“.   

Diese Online Jurierung war auf jeden Fall für alle eine neue Erfahrung. Für unser Empfinden bilden die Ergebnislisten eine gerechte Wertung ab, die wir so unterschreiben.

Gleichwohl unterstützen wir die Verantwortlichen, nach überstandener Pandemie zur herkömmlichen Jurierung zurückzukehren, evtl. mit leichten Modifikationen abgeleitet anhand aller gesammelter Erfahrungen im Umgang mit digitalen Techniken.  

Dank des hervorragenden technischen Supports, dem gedeihlichen Zusammenwirken aller und motiviert teilnehmender Fotografen gratulieren wir zu einer gelungenen LAFO 2020!

Der Siegerehrung am 05. September 2020 im Winkelsaal auf Schloss Burgau in Düren wünschen wir trotz aller Einschränkungen einen angenehmen Verlauf. Als Juroren behalten wir uns dort noch eine kleine Überraschung in Form mindestens eines Jurorenpreises vor.

Weiterhin viel Freude bei unserem tollen Hobby und bleibt alle gesund!

Eckernförde, den 04. August 2020

Für die Juroren

Michael Eßig
DVF NORDMARK

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